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„Wie viel ist ein Handwerksunternehmen eigentlich wert?“

Handelt es sich um ein Unternehmen, das mit viel Personal und einer geringen Betriebsausstattung gute Gewinne erwirtschaftet? Oder sind im Betrieb große Werte in teuren und neuen Maschinen gebunden? Diese kurzen Beispiele zeigen bereits, dass es nicht möglich ist, „Äpfel mit Birnen“ zu vergleichen, das heißt: Es kann kein allgemein gültiges Bewertungsverfahren für große, mittelständische und kleine Unternehmen geben.

Selbst nach der Durchführung einer solchen Bewertung ist nicht gewährleistet, dass das Ergebnis automatisch dem Kaufpreis entspricht. Dieser wird allein durch den Preis bestimmt, über den sich Übergeber und Übernehmer verständigen können - im freien Spiel von Angebot und Nachfrage.

Eine Unternehmensbewertung liefert aber wichtige Anhaltspunkte für die Preisbildung. Außerdem kann sie Argumente zur Begründung und Durchsetzung eines bestimmten Preises zur Verfügung stellen - und das macht sie in der Verhandlung um einen beiderseitig akzeptierten Kaufpreis geradezu unentbehrlich.

Die Wahl des Bewertungsverfahrens und damit das Ergebnis der Wertermittlung hängen von der Bewertungssituation und dem Bewertungsziel ab, das der Übergeber bzw. der Übernehmer verfolgen.